Religionsunterricht in Corona-Zeit - Erinnerung an Josef Grabmann

Ein winziger Virus hat die ganze Welt durcheinander gebracht und das Leben der Menschen schlagartig verändert: Wochen ohne persönlichen Kontakt mit Freunden, die Sorge um Familienmitglieder und vertraute Menschen und Berichte über ständig steigende Todeszahlen in Zeitung und Fernsehen.  Aber auch Enttäuschungen über abgesagte Feiern und Feste, die Stornierung von Ausflügen und Abschlussfahrten, all das beschäftigte in den vergangenen Wochen viele Schüler und Schülerinnen der Sportmittelschule. Im Rahmen des Religionsunterrichts und des pädagogischen Morgenkreises in den 9. Klassen wurden diese Sorgen und Belastungen von den Lehrerinnen Ingrid Söldner und Vera Hein aufgegriffen und besprochen. Sie luden dabei die Jugendlichen auch ein, in vertrauter Runde, miteinander für die Kranken, die Pflegekräfte, Ärzte, die eigene Familie und Freunde zu beten. Dabei entstand  ein beeindruckendes Gebetbuch mit Texten die Mut machen und Halt geben können in dieser schwierigen Zeit. Besonders gedachten die Schüler und Lehrer auch des am Corona-Virus verstorbenen Josef Grabmann. Er war ein großer Freund der Sportmittelschule und hat durch die alljährliche Sonnenblumenaktion, den sehr beliebten Schafkopfkurs in den 7. Klassen und durch das Projekt „Teilhabe und Integration“ das Schulleben bereichert und nachhaltige Spuren in der Sportmittelschule hinterlassen. Noch kurz vor seiner Erkrankung besuchte er eine 8. Klasse und berichtete über sein Engagement bei der Hauzenberger Tafel: „Wenn bei uns jemand in Not ist, dann wird ihm geholfen“. So wird Josef Grabmann in der Sportmittelschule in dankbarer Erinnerung bleiben.      

Bild1:

Im Gebet vereint (von links) Ingrid Söldner, Anna Jellbauer, Leon Tanzer, Vera Hein und Celina Bauer