3 Tage 3 Tausender - Radsport in Zeiten der Corona Krise

Kein Schulsport, kein Radsport an der SMS Hauzenberg, mit dem Beginn der Corona Pandemie musste auch der bei den Schülern sehr beliebte Unterricht Radsport eingestellt werden. Über zwei Monate durften die Mountainbiker ihre Räder nicht aus dem Radkeller holen. Umso erfreulicher war die Nachricht, dass mit der Lockerung der Beschränkungen auch die Möglichkeit besteht am Schuljahresende die Dreitagestour wieder durchzuführen. Die verantwortlichen Lehrkräfte Stephan Böhm und Peter Hartl kümmerten sich sofort um einen passenden Termin und die Unterkunft. Das Haus der Böhmerwäldler öffnete unter strengen Hygienevoraussetzungen, sodass 14 Schüler und 2 Lehrkräfte aufgenommen werden konnten.                  

Die Radsportgruppe der Sport-Mittelschule Hauzenberg hatte sich wieder anstrengende Touren ausgesucht, 3300 Höhenmeter und 180 Kilometer mussten zurückgelegt werden.

Die erste Etappe führte von Hauzenberg zum Freudensee über Neustift und Oberfrauenwald nach Waldkirchen zum Adalbert-Sifter Radweg. Alle Schüler bezwangen über das „Bierstrassl“ den Dreisessel. Nach einer kurzen Rast ging es über Teile des Witikosteigs nach Lackenhäuser. 1250 Höhenmeter und 50 KM hatten die Schüler an diesem Tag zurückgelegt. Nach diesem anstrengen Tag wurde die Gruppe wie immer im Haus der Böhmerwäldler von der neuen Herbergsmutter Renate Wögerbauer mit Köstlichkeiten aus der Küche verwöhnt.

Die zweite Etappe sollte diesmal über Haidmühle nach Tschechien führen. Nach einem kurzen Anstieg nach Riedelsbach rollte die Gruppe über die Ewigkeitstraße und dem anschließenden Radweg nach Haidmühle. Entlang des Scharzenberg Kanals führt die Strecke zum „Auge des Böhmerwaldes“ dem Plöckenstein See. Der Höhenmesser zeigte Höhe 1100 und 500 zurückgelegte Höhenmeter. Nach einem kurzen geschichtlichen Rückblick durch Herrn Böhm wurde ausgiebig Pause gemacht. Gut erholt strampelten die Biker zurück zur Landesgrenze. Nach einer kurzen Pause am Grenzübergang führte der Weg zurück nach Frauenberg. An der Abzweigung zum Dreisessel zweigten die Konditionsstärksten unter Leitung von Herrn Böhm nochmals auf den Dreisessel ab. Dies bedeute 400 Höhenmeter bis zum Gipfel, nach 800 u. 1200 Höhenmeter kamen alle wieder gut in der Herberge an. Für das Abendessen wurde der Grill angeheizt, anschließend wurde das weitläufige Gelände um das Haus als Fahrrad Parkour genutzt. Den Abschluss des Abends bildete, wie immer ein Lagerfeuer an den Kartoffeln gegrillt und Musik gemacht wurde.

Trotz müder Beine und leichter Sitzbeschwerden hat die ganze Gruppe noch einmal zusätzliche Höhenmeter in Angriff genommen. Die Etappe führte auf den Dreisessels (1332m), nach 600 HM und viel Schweiß war der Gipfel erreicht. Voll konzentriert wurde die Abfahrt und der anschließende Radweg in Angriff genommen, bevor sich in Fischerhäusl der nördliche Rücken des Oberfrauenwaldes sich der Gruppe in den Weg stellte. Mit mehr als 20 Prozent Steigung führte die Straße zum höchsten Punkt. Über die Südseite des Oberfrauenwaldes auf versteckten Trails mit voller Konzentration  ging es zum Ausgangspunkt am Freudensee. Am Ende waren alle Schüler und Lehrer wieder froh nach den Anstrengungen wieder gesund in Hauzenberg angekommen zu sein.

 

Bild: Dreisessel Gipfel

Bild v. links:

 

Luca Pongratz, Kevin Bieringer, Lukas Hirsch, Peter Hartl, Lukas Stockbauer, Tobias Neudorfer, Luca Hutterer, Niklas Stöckerl, Matthias Jungwirth, David Gruber, Julian Peter, Jakob Gottinger, Emilian Hirsch, Samuel Wilhelm, Stephan Böhm. (nicht auf dem Bild Marco Unfried)