Auf Exkursion in der Neuen Welt

Der Kirchweihmontag steht in der Sportmittelschule traditionell im Zeichen einer lokalgeschichtlichen Lehrerfortbildung. So besuchte das Kollegium in den vergangenen Jahren das Graphitmuseum in Kropfmühl, das Kloster Thyrnau, das Emerenz-Meier-Museum in Waldkirchen, das Granitzentrum in Hauzenberg und den Apostelbräu Hirz in Eben. Heuer stand eine Exkursion in die Gemeinde Breitenberg auf dem Programm, der Heimatgemeinde von 50 Schülern aus der Sportmittelschule. Als Referenten für den Nachmittag  konnte man den ausgewiesenen Kenner der Neuen Welt, Helmut Rührl, gewinnen. Nach einem feinen Ganserl in der „Kaiseralm“ erzählte der frühere Bürgermeister von Breitenberg, Schulleiter und Kreisheimatpfleger dem Lehrerkollegium im „Franz-Meyer-Haus“ von den Anfängen der Besiedlung in der Neuen Welt. Es war ein hartes Leben, das die Siedler hier erwartete. Der Webstuhl im Haus sicherte gar mancher Familie das finanzielle Auskommen noch bis in die fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts,   


so Rührl. In den vergangenen Jahren hat die Gemeinde, trotz geringer Steuereinnahmen und hoher Kosten für den Straßenunterhalt,  bemerkenswerte Projekte realisiert. Aushängeschilder der Grenzgemeinde sind  heute das Webereimuseum, die Skisprunganlage in Rastbüchl und seine beiden olympischen Goldmedaillengewinner Michael Uhrmann und Severin Freund. Auch das Langlaufzentrum mit der Rollerbahn und der Schaukelweg werden im ganzen Landkreis und weit darüber hinaus geschätzt und gerne besucht. Konrektorin Margit Uhrmann stellte anschließend den Kolleginnen und Kollegen das neue Multifunktionsgebäude vor und betonte dabei den großen Wert der Räumlichkeiten für den WSV Rastbüchl. 70 Kinder und Jugendliche nutzen inzwischen die Sportangebote des Vereins in Jägerbild und für die Stabilisation der Skispringer eröffnen sich hier neue und hervorragende Trainingsmöglichkeiten. Aber auch anderen Vereinen und Schulen stehen diese Räume zur Verfügung. „Für die Durchführung von Wettbewerben im Skilanglauf ist das Gebäude einfach unverzichtbar“, so Margit Uhrmann. Nach den Ausführungen von Helmut Rührl und Margit Urmann machten sich die Lehrerinnen und Lehrer auf den Weg zur „Baptist-Kitzlinger-Schanze“ in Rastbüchl. Mit  gehörigem Respekt und Bewunderung für die Skiflieger, die sich von hier hinunterstürzen,  blickten sie vom Sprungturm der 75 m Schanze nach unten. Alle waren angetan von dieser Fortbildung  und dankten  Helmut Rührl und Margit Uhrmann für ihre interessanten und kurzweiligen Ausführungen.