Besuch im Amtsgericht

Im Rahmen des GPG-Unterrichts besuchten die Klassen 7a und 7d das Amtsgericht Passau. Ziel war es herauszufinden, wie eine Gerichtsverhandlung abläuft. Bevor es losgehen konnte, wurden zwei Jungs und zwei Mädchen auf gefährliche Gegenstände abgetastet und durchsucht. Nachdem der richtige Verhandlungssaal gefunden war, staunten die Schüler nicht schlecht, dass die Angeklagten mit vollem Namen und dem vorgeworfenen Delikt auf einer Liste zu lesen sind – und das in Zeiten mit den strengsten Datenschutz-Verordnungen.


Dann ging es auch schon los: Eine Hartz IV – Bezieherin hatte betrogen, indem sie Leistungen bezogen hatte, die ihr nicht zugestanden hatten. Schlussendlich wurde sie zu einer Geldstrafe verurteilt. Einige Schüler schworen sich, nie vor Gericht erscheinen zu müssen, da sie es sehr peinlich fanden als Angeklagter vor Publikum aufzutreten und über seine Einkünfte und weitere private Angelegenheiten sprechen zu müssen. Sehr interessant gestaltete sich der zweite Fall: Ein Mann hatte zwei junge Damen sexuell beleidigt und belästigt. Da er auf Bewährung war, wurde er zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten verurteilt, ohne Bewährung. Auf Nachfrage teilte der Richter nach den Verhandlungen mit, dass der Täter mit einer Entschuldigung bei den anwesenden Opfern und einem vollständigen Geständnis mit einer milderen Strafe hätte rechnen können. Im Anschluss schlenderten die Klassen über den Christkindlmarkt. Danach hieß es restliche Weihnachtsgeschenke in der Stadtgalerie zu besorgen – ein passender Abschluss eines erkenntnisreichen Ausflugs!