„Es fehlt an allen Ecken und Enden“

Diakon Günther Jäger informierte die 8. und 9. Klassen über die bedrückende Situation der Flüchtlinge im Lager auf der griechischen Insel Lesbos. Über 10 Wochen sei er in diesem Jahr schon dort gewesen und habe angesichts der hier lebenden Flüchtlinge in den Abgrund der menschlichen Gesellschaft geblickt, so Jäger. Kinder, Frauen und Männer vegetierten dort in Zelten auf Sandböden zwischen übel riechenden Abwassergräben und staubigen, engen Wegen. „Der Gestank aus den Kloaken und aus dem Müll ist geradezu grausam“, so der Diakon aus der Pfarrei Feichten. Er und seine Helfer versuchen ein wenig Menschlichkeit ins Lager zu bringen. Sie versorgen die gestrandeten mit warmen Essen und Kleidern. Sichtlich berührt berichtet er, dass es jetzt gelungen sei, für die Kinder eine provisorische Schule einzurichten. Zum Schluss des ergreifenden Vortrags mit vielen bedrückenden Bildern stellten die Schüler noch zahlreiche Fragen an den „local hero“ Günther Jäger. Spontan versprachen sie, ihn im Frühjahr mit einer Aktion an der Sportmittelschule zu unterstützen.