Es geht zum Kartoffelklauben

Bei strahlender Sommersonne machten sich Kinder aus der Sportmittelschule mit ihren Lehrkräften Martina Gastinger und Hans Simmerl auf den Weg nach Kollersberg zum Kartoffelacker von Landwirt  Günther Schützeneder. Kartoffelklauben wie in früheren Zeiten stand an diesem Nachmittag auf ihrem Stundenplan.  Zunächst erfuhren sie vom Landwirt noch eine Menge über Herkunft, Sorten, Qualität und den Anbau von Kartoffeln. „Setz mi im April, kimm i wann i will, setz mi im Mai, kimm i glei“, diese Bauernregel gilt auch für den Kartoffelanbau. Er erzählte ihnen auch von der recht mühsamen Arbeit am Kartoffelacker. Zuerst hieß es die Kartoffeln setzen, was früher noch ohne Maschinen und mit der Hand erfolgte. Dann galt es das Unkraut zu jäten und die Kartoffelkäfer, die oft in großer Zahl die Reben anfraßen, einzusammeln. Schließlich stand im September die mühsame Ernte an. Viele helfende Hände waren dafür nötig und selbstverständlich mussten auch die Kinder hier mit anpacken und die Erdäpfel in Säcken einsammeln. Für sie war das alles andere als ein Vergnügen. Anpacken hieß es jetzt auch für die jungen Sportmittelschüler auf dem Kartoffelfeld. Wie in früheren Zeiten mussten sie hinter dem Bulldog herlaufen und die Erdäpfel aufklauben, die der alte Schleuderroder aus dem Boden warf. Fleißig und mit großem Eifer waren die Mädchen und Buben bei der Arbeit. Nach einigen Zeilen spürten sie  auch, dass Kartoffelklauben körperlich anstrengend und herausfordernd ist. Nach getaner Arbeit aber durften sie, wie anno dazumal, noch Erdäpfel im Kartoffelfeuer braten und verzehren. Sie schmeckten vorzüglich. Vielleicht auch deshalb, weil man sie selbst gesammelt hatte. Das Unterrichtsprojekt „Kartoffelklauben“, das nicht nur nostalgisch wertvoll ist, hatte vor allem einen sehr praktischen Nutzen: Die Kinder erfuhren viel über ein saisonales Gemüse aus der Region mit Bio-Qualität. Daraus werden in den nächsten Wochen in der Schulküche  traditionelle Kartoffelspeisen zubereitet, die den fleißigen Kartoffelklaubern sicher besonders gut schmecken werden.